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Gleiskoloss mit App-Remote Control

10. Juni 2026

Siemens Mobility hat mit der Vectron X im Rail Service Center in München die nächste Generation hoch digitalisierter Loks für den Schienenverkehr vorgestellt. Der Vectron X kombiniert bewährte Technik mit app-basierten Funktionen, Schnittstellen für Drittpartner und einem zentralen Smart Screen im Führerstand.

SiemensMobilityLaunch Allach 2 310

Datenbasierte Anwendungen, gezieltere Wartung und app-basierte Funktionen sollen dazu beitragen, Betriebskosten zu optimieren und die Wirtschaftlichkeit des Fahrzeugeinsatzes weiter zu steigern. Die dort zum Zuge kommende softwarebasierte Architektur ist Teil von «Xcelerator» – einem offenen, modularen digitalen Ecosystem. Sie verknüpft Fahrzeug, Betrieb, Service und Infrastruktur digital und ermöglicht die Integration von Partnerlösungen über standardisierte Schnittstellen.

«CarPlay» auf der Schiene

Das digitale Bedienkonzept erweitert den Führerstand, mit dem Triebfahrzeugführerinnen und -führer auch auf den wichtigen alpenquerenden Güterverkehrs-Achsen inzwischen vertraut sind, um einen zentralen 11,6-Zoll-Smart-Screen. Der wiederum bündelt wichtige Anwendungen und Informationen direkt im Cockpit – von betrieblichen Daten über Streckeninformationen bis hin zu Applikationen von Drittanbietern im App Store.

Zudem werden über TrainPlay ausgewählte kunden- und betreiberspezifische Anwendungen, die Lokführerinnen und Lokführer heute häufig auf Smartphones oder Tablets nutzen – etwa für Einsatzplanung, betriebliche Koordination oder kundenspezifische Informationen – künftig auf dem Smart Screen im Führerstand dargestellt. Siemens Mobility bringe damit erstmals eine CarPlay-ähnliche Lösung für Lokomotiven auf die Schiene.

Siemens Vectron digital1 310 Fotos: Siemens Mobility

Auch bei der Fahrzeugbereitstellung bringt Siemens Mobility neue digitale Funktionen auf die Schiene. Über Remote Start kann die Lokomotive aus der Ferne aktiviert werden. Damit werde die operative Flexibilität erhöht. Ausserdem kann die Lokomotive Betriebsdaten in nahezu Echtzeit übertragen und sich sicher mit digitalen Systemen vernetzen. Das schaffe die Grundlage für eine frühzeitige Erkennung von Auffälligkeiten, gezieltere Wartungsmassnahmen und eine deutliche Reduzierung ungeplanter Ausfälle.

Systeme vernetzt

Parallel zur Vorstellung des Vectron X hat Siemens in München-Allach das neue Rail Service Center nach umfassendem Umbau eröffnet. Mit dem Neubau verdreifacht das Unternehmen die Kapazität am Standort von bisher rund 25 auf künftig bis zu 80 Revisionen und Unfallinstandsetzungen pro Jahr. Als einer der grössten industriellen Arbeitgeber in der Region hat Siemens Mobility in Allach rund 250 Mio. Euro in den Ausbau des Standorts investiert und beschäftigt dort rund 2500 Menschen.

www.siemens.de/mobility








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